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EKOCAN bestätigt Erfolgskurs: Cannabisgesetz steigert Konsum nicht und drängt Schwarzmarkt zurück

Cannabiswirtschaft fordert stärkere Zurückdrängung durch wissenschaftliche Modellprojekte zur regulierten Abgabe

Berlin, 01. April 2026: Der heute veröffentlichte zweite Zwischenbericht von EKOCAN belegt die positiven Impulse der bisherigen Cannabisreform: Ein Anstieg des Cannabiskonsums sei nicht erkennbar, der Jugendkonsum rückläufig und der Schwarzmarkt wurde partiell zurückgedrängt. Das Gesetz hat damit bewiesen, dass verantwortungsvolle Regulierung und wirksamer Jugendschutz Hand in Hand gehen. Zudem hat die historische Entkriminalisierung Millionen Bürger sowie die Justiz spürbar entlastet.

Der Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. (BvCW) sieht in diesen Erfolgen eine gute Basis, um nun die nächste Phase der Modernisierung einzuleiten. Für eine stärkere Zurückdrängung Bedarf es aus Sicht der Cannabiswirtschaft legaler Zugänge zu Cannabis. Hierzu hatte der Gesetzgeber eine 2. Säule des Gesetzes mit wissenschaftlichen Modellprojekten zur regulierten Abgabe vorgesehen, die bis heute nicht umgesetzt wurde. Der BvCW fordert daher die Bundesregierung auf, gemeinsam mit den relevanten Akteuren aus Suchtprävention, Strafverfolgung, Wirtschaft, Anbauvereinigungen, Ärzten und Patienten eine gemeinsame Position zu erarbeiten, wie das Gesetz so verbessert werden kann, dass legale Zugänge zu kontrollierten Produkten ausgebaut und eine klare Trennung zwischen Medizinal- und Genussmittelcannabis geschaffen werden.

Dirk Heitepriem, Präsident des BvCW, macht deutlich: „Eines der Kernziele des Cannabisgesetzes ist die Zurückdrängung des Schwarzmarktes und der organisierten Kriminalität. Dazu fehlt aber ein Kernelement bis heute: Die wissenschaftlichen Modellprojekte zur regulierten Cannabisabgabe. Lassen Sie uns gemeinsam mit allen relevanten Akteuren daran arbeiten, einen großen Wurf zu machen.“

BvCW-Geschäftsführer Michael Greif ergänzt: „Die Modellprojekte für legale Cannabiszugänge würden nicht nur den illegalen Markt zurückdrängen, sondern auch wissenschaftlich fundierte Daten für die zukünftige Regulierung liefern. Die Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) muss endlich eine stärkere rechtliche Handhabe bekommen, saubere Fachgeschäfte mit strikter Qualitätskontrolle und verlässlichem Jugendschutz zu ermöglichen. Der Schutz der Konsumenten durch geprüfte Produkte und die Freiheit von Wissenschaft und Forschung müssen Vorrang haben vor den Profiten der Organisierten Kriminalität.“

Auch die klare Trennung von Medizinal- und Genussmittelcannabis ist aus Sicht des BvCW entscheidend. Jedoch brauche es eine europäische Regulierung für Telemedizin-Plattformen insgesamt, egal für welches Arzneimittel. Kathrin Konyen, Fachbereichskoordinatorin Medizinalcannabis beim BvCW, stellt daher klar: „Telemedizin ist mit Blick auf die Herausforderungen des Gesundheitssystems im Jahr 2026 von höchster Bedeutung. Was fehlt, sind klare Regulierungen für die gesamte EU. Nationale Alleingänge und auf einzelne Arzneimittelgruppen fokussierte Ansätze sind nicht der richtige Weg.“

Daher fordert der BvCW die Bundesregierung auf, sich auf nationaler Ebene mit allen Akteuren an einen Tisch zu setzen, um vernünftige Rahmenbedingungen für Cannabis-Modellprojekte zu definieren und sich auf Ebene der EU um eine allgemeingültige Regelung für Telemedizinplattformen einzusetzen.

Zudem sollte die Bundesregierung den EKOCAN-Empfehlungen folgen und somit Cannabis-Anbauvereinigungen erlauben, neutral über sich zu informieren sowie das Weitergabe- und Konsumverbot in den Clubs einschließlich der restriktiven Rahmenbedingungen auf den Prüfstand zu stellen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Cannabis-Anbauvereinigungen (BCAv) hat einen eigenen Forderungskatalog hierzu veröffentlicht. Diese gibt auch regelmäßig den aktuellen Stand der Genehmigungszahlen bekannt. Aktuell gibt es über 400 genehmigte Anbauvereinigungen in Deutschland.

Ansprechpartner:

Dirk Heitepriem (Präsident): 0170 64 00 306
Michael Greif (Geschäftsführer): 01525 1895679
Kathrin Konyen (Fachbereichskoordinatorin Medizinalcannabis): 0173 67 90 782

 

VisdP: Dirk Heitepriem
Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V.
Luisenstr. 54
10117 Berlin

 

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Über den Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V.:

Der 2019 gegründete Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. (BvCW) ist die größte Interessenvertretung der Cannabisbranche in Deutschland. Der BvCW setzt sich für die nachhaltige Entwicklung und Professionalisierung aller Bereiche der Cannabiswirtschaft ein. Der Verband verfolgt unter anderem das Ziel, den legalen Einsatz von Industriehanf und Medizinalcannabis in verschiedenen Bereichen zu fördern und die kontrollierte Legalisierung von Genusscannabis zu begleiten. Der BvCW informiert aktiv über aktuelle Entwicklungen, Forschungsergebnisse und gesetzliche Rahmenbedingungen. Als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Interessierte bietet der Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. ein Netzwerk für den konstruktiven Austausch und die gemeinsame Gestaltung einer zukunftsorientierten Cannabisindustrie. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Webseite.