Cannabiswirtschaft unterstützt Forderung des Bundesdrogenbeauftragten Streeck (CDU) für wissenschaftliche Cannabis-Modellprojekte
Projekte zur Erprobung der regulierten Abgabe von Genusscannabis benötigen Genehmigungen
Berlin, 29.05.2026: Der Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. (BvCW) begrüßt die jüngsten Aussagen des Bundesdrogenbeauftragten Prof. Dr. Hendrik Streeck (CDU) bezüglich der Notwendigkeit wissenschaftlich begleiteter Modellvorhaben für eine regulierte Cannabisabgabe im RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) ausdrücklich. Dass innerhalb der politischen Debatte zunehmend auch Fragen der praktischen Umsetzbarkeit, des Jugendschutzes sowie möglicher Ausweichstrukturen in andere Märkte diskutiert werden, ist aus Sicht des Verbands ein wichtiger Schritt hin zu einer sachorientierten und evidenzbasierten Betrachtung.
Mehrere Mitgliedsunternehmen des BvCW haben auf Basis von § 2 Abs. 4 KCanG gemeinsam mit renommierten wissenschaftlichen Partnern professionell ausgearbeitete Modellvorhaben vorbereitet und entsprechende Forschungsanträge bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) eingereicht. Ziel dieser Projekte ist es, fundierte Erkenntnisse zu Verbraucher- und Jugendschutz, Produktsicherheit und zur Verdrängung des illegalen Marktes zu gewinnen.
Aus Sicht des Verbands können wissenschaftlich begleitete Modellprojekte einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die derzeit häufig diskutierten Spannungsfelder zwischen Schwarzmarkt, Medizinalcannabis, Prävention und kontrollierten Bezugswegen faktenbasiert zu untersuchen. Dass solche wissenschaftlichen Vorhaben in der Praxis reibungslos funktionieren und wertvolle Erkenntnisse liefern, zeigen bereits erfolgreiche Pilotprojekte in europäischen Nachbarländern wie der Schweiz und den Niederlanden. Gerade vor dem Hintergrund oftmals stark zugespitzter Debatten braucht es aus Sicht des BvCW mehr faktenbasierte Erkenntnisse darüber, welche Regulierungsansätze in der Praxis tatsächlich funktionieren und welche unbeabsichtigten Nebeneffekte entstehen können.
Der BvCW teilt ausdrücklich die gesundheitspolitische Auffassung, dass medizinische Versorgung und Freizeitkonsum klar voneinander getrennt bleiben müssen. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Debatte aus Sicht des Verbands, wie wichtig praktikable, rechtssichere und kontrollierte Regulierungsmodelle sind, um problematische Ausweichstrukturen möglichst gering zu halten und die ursprünglichen Ziele des Cannabisgesetzes vollständig zu erreichen.
Bezüglich der Modellprojekte wünscht die Cannabiswirtschaft Rechtssicherheit durch eine gesetzliche Regelung, wie sie unter der Bezeichnung “Säule 2” im Eckpunktepapier aus dem Jahr 2022 vom Bundesgesundheitsministerium vorgesehen wurde.
Ansprechpartner:
Dirk Heitepriem (Präsident): 0170 64 00 306
Michael Greif (Geschäftsführer): 01525 1895679
VisdP: Dirk Heitepriem
Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V.
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Über den Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V.:
Der 2019 gegründete Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. (BvCW) ist die größte Interessenvertretung der Cannabisbranche in Deutschland. Der BvCW setzt sich für die nachhaltige Entwicklung und Professionalisierung aller Bereiche der Cannabiswirtschaft ein. Der Verband verfolgt unter anderem das Ziel, den legalen Einsatz von Industriehanf und Medizinalcannabis in verschiedenen Bereichen zu fördern und die kontrollierte Legalisierung von Genusscannabis zu begleiten. Der BvCW informiert aktiv über aktuelle Entwicklungen, Forschungsergebnisse und gesetzliche Rahmenbedingungen. Als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Interessierte bietet der Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. ein Netzwerk für den konstruktiven Austausch und die gemeinsame Gestaltung einer zukunftsorientierten Cannabisindustrie. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Webseite.
